Mal die andere Wahrheit! – 29.09.2018

Lieber Radsportfans und liebe Crosssportfans,

es ist eigentlich nicht unsere Art, bzw. meine Art, sich an verbalen „Schlammschlachten“ zu beteiligen, sondern vielmehr im sportlichen Geist mit Fairness seine Stärke zu beweisen und sich dem Konkurrenten fair zu stellen. Da nun der Artikel von Sportfreund Lohse und Sportfreund Schoppe auf der Seite der konkurrierenden Crossserie zum zweiten Mal veröffentlicht wurden, ist es Zeit, zu den unsportlichen Anfeindungen des Sportfreundes Sven Lohse Stellung zu beziehen. Eigentlich hatte ich mit Sportfreund Schoppe während der Deutschen Meisterschaft Berg in Langenweißbach über die ärgerlichen Aussagen im „Radsport in Sachsen“ ausgesprochen. Seine Aussage dazu: Seine Initiale stehen unter dem Artikel, da er die Rechtschreibprüfung übernommen hat und die Zeilen ausschließlich die Meinung Sven Lohses wiederspiegeln und ich hätte doch die Möglichkeit in der genannten Zeitschrift eine Gegendarstellung zu veröffentlichen….
Nun gut, es ist notwendig bei der hohen Anzahl von abgefeuerten Giftpfeilen das Schild nach oben zu nehmen und sich zu schützen sowie gleichzeitig mit Wahrheit Licht ins Dunkle zu bringen sowie auch den Wind aus vielen Spekulationen und Falschaussagen in den Diskussionen von Sportlern, Vereinen und Organisatoren zu bringen. Bei den bisher in Sachsen veröffentlichten Bemerkungen zur Trennung der Organisatoren aus den 3 Landesverbänden gehen mir, Michael Schurig, im Moment folgende Gedanken durch den Kopf: Wie nennt man eine Person, die nicht die Wahrheit sagt bzw. der Unwahrheiten verbreitet? Man nennt ihn einen ……. Dies nur nebenbei und ich weiß, dass diese Gedanken nicht unbedingt einer sachlichen Aufarbeitung dienen – man möge es mir verzeihen.
Die nun von mir folgenden Aussagen lassen sich weitgehend durch den entsprechend gespeicherten Emailverkehr der vergangenen Jahre zwischen Lohse, Kreis und Schurig sowie dem SRB belegen. Um den gesamten Umfang der Streitigkeiten zu erfassen, soll ein geschichtlicher Verlauf der ehemals gemeinsamen Rennserie und der folgenden Trennung dienen:
– Mitte der 90er Jahre beginnt Hans Bergert aus Lichtenstein mit der Organisation einer Mitteldeutschen Querfeldeinserie.
– Im Jahr 2000 übernehme ich die Trainingsarbeit im damaligen RSC Jena und relativ schnell nahmen wir an den Wettkämpfen der Serie teil.
– 2004 steigt Winfried Kreis aus Sachsen-Anhalt in die Organisation und Koordinierung der Serie ein.
– etwas unzufrieden über die Veröffentlichung und den Zugang zur Gesamtwertung übernehme ich 2006 deren Erstellung und Veröffentlichung (damals über die Internetseite des RSC Jena)
– mit der Übernahme der Gesamtwertung bin ich bald mittendrin und übernehme auch die Erstellung der Generalausschreibung sowie der Veröffentlichung sowie die Kommunikation der Termin zwischen den Vereinen
– 2007 steigt Sven Lohse mit seinem belgischen Arbeitgeber als Hauptsponsor ein
– 2010 hat die Serie mit 9 Ausrichtern seine bisher höchste Zahl an Ausrichtern
– 2011 bis 2014 sinkt die Ausrichterzahl wieder auf 6. Es bieten sich jedoch Ausrichter aus dem nahen Franken und dem nahen Niedersachsen an und fragen zu einer möglichen Teilnahme in der Serie. Hier spricht sich vor allem Sportfreund Lohse gegen eine Ausweitung der Serie aus. Die damalige Begründung war, dass mit der Zahl der Veranstaltungen die Serie übersichtlich und angemessen groß bleiben sollte. Gleichzeitig sollte man mehr auf die Qualität der Veranstaltungen achten … Die Sportfreunde Kreis und Schurig folgten dieser Argumentation. Gleichzeitig kommen die 3 Organisatoren zur mündlichen Absprache und Übereinkunft, dass die Serie in der Zukunft aus 8 Veranstaltungen bestehen soll. Die Übereinkunft sah vor, das Sachsen-Anhalt und Thüringen je 2 Veranstaltungen und Sachsen 4 Veranstaltungen zur Serie beitragen. Die Koordination der Termin mit den möglichen Ausrichtern übernehmen jeweils die 3 Organisatoren in ihren Landesverbänden. Ein Wort unter Sportfreunden sollte gelten! Nicht abgesprochen, aber aus meiner Sicht selbstverständlich war, dass die Heimrennen der 3 Organisatoren ständige Ausrichter in der Serie sind. Ebenfalls von Sven Lohse vorgeschlagen und von Kreis und Schurig akzeptiert war die Regel, wenn bei der Zirkulation der Ausrichter neue Ausrichter hinzukommen, dann müssen diese vor der Teilnahme an der Serie mindestens 1 Crossrennen organisiert und ihre Qualität bewiesen haben. In dieser Zeit gibt es die ersten kritischen Anmerkungen von Trainern über die Sachpreise der belgischen Firma bei der Auszeichnung in der Gesamtwertung. Ich denke, dass sich die entsprechenden überwiegend sächsischen Trainer daran erinnern. Z.B. „… ein paar Socken am Ende der Serie in den Nachwuchsklassen sind ….“ Diese Kritiken habe ich ohne die Namen der Trainer zu nennen an Sven Lohse weitergeleitet. Seine Anmerkungen zur Wertigkeit der Serie für die belgische Firma erspare ich mir hier ….
– 2011 erhält die Serie auf meine Initiative einen eigenen Internetauftritt. Bezahlt wird der Webspace und die Domain vom Sportfreund Lohse, die Arbeit in der Gestaltung der Seite, dass Füllen mit Inhalten und Bildern liegt ausschließlich auf meinem Ehrenamtstisch. Die Qualität der Serie ist damit weiter gestiegen. Mittlerweilen hat sich bei der Organisation der Serie eine Arbeitsteilung unter den 3 Organisatoren eingestellt. Winfried Kreis übernimmt die Koordination der Termine in Sachsen-Anhalt sowie die Pressearbeit und Werbung für die Serie, Sven Lohse die Koordination der Termin in Sachsen und das Sponsoring der Serie sowie Michael Schurig die Gesamtkoordination der Serie, die Erstellung der Generalausschreibung, die Pflege der Internetseite sowie die Führung der Gesamtwertung. Natürlich zählt dazu auch noch die Koordination der Ausrichter in Thüringen und ich bin jeweils zum Saisonabschluss mit dem Rechner nach Chemnitz gefahren (absoluter Bestandsschutz für diese Veranstaltung!!) um die Gesamtwertung sofort, schnell und fehlerfrei durchzuführen.
– 2015 kommt es zu ersten kleinen Reibereien zwischen Sven Lohse und mir. Meine Anmerkung, dass es schade ist, dass ich die Fahrtkosten nach Chemnitz, verschiedene Extension zur Verbesserung der Internetseite aus meiner eigenen Tasche trage und dann in Chemnitz auch noch meinen Kaffee sowie ein Stück Kuchen oder eine Bratwurst selbst bezahlen muss, werden lapidar zurückgewiesen und aus meiner Sicht von Sven Lohse belächelt. Ich darf hier die Frage stellen: Geht man so mit dem Ehrenamt um – bei unseren Vereinen und wohl auch in Sachsen-Anhalt und bei vielen sächsischen Vereinen wohl nicht. Naja, es wurde mündlich mir gegenüber geäußert, dass die belgische Firma kein Geld zahlt und vielleicht mal ein Kleidungsstück für mich abfallen könnte. Ich glaube, diese Aussage hat der Sportfreund bald wieder vergessen.
– 2016 steigen die Spannungen zwischen Lohse sowie Kreis und Schurig. Ich beginne im Mai mit der Organisation der Serie. Grund zu diesem Zeitpunkt zu beginnen ist es zeitig den möglichen interessierten Sportlern die Serie zu präsentieren und damit die Planung für die Herbstsaison zu erleichtern. Für mich auch ein Kriterium der vielbeschworenen Qualität bei der Ausrichtung der Serie. Gleichzeitig spielt für mich auch ein radsportfreier Urlaub im Sommer im Hinterkopf eine Rolle. Es geht jedoch nicht so recht vorwärts. Dann im Urlaub, meiner toleranten Frau sei Dank, können die Termine für die Serie endlich abgesprochen und die Generalausschreibung geschrieben werden (An wem lag`s?). Erstmals tritt Sportfreund Lohse mit der Forderung auf, alle sächsischen Veranstaltungen in die Serie aufzunehmen – auch die, die bisher noch kein „Proberennen“ durchgeführt haben. Im weitestgehenden Sinne setzen sich Kreis und Schurig noch mit der Erinnerung der an die Absprache mit der 4-2-2-Regel durch, kommen Sven Lohse jedoch mit einem 5. Crossrennen in Sachsen entgegen. In ihren eigenen Bundesländern halten sie sich an die Regel und tauschen die Veranstalter durch. Zum Saisonabschluss frage ich im Vorfeld Sven Lohse nach etwas Fahrgeld für die Fahrt nach Chemnitz. Dies wird verneint und mit der Aussage begründet, dass man auch gut selbst die Gesamtwertung vornehmen kann, bzw. dies doch mein Verein machen könnte. Also habe ich die Exceldatei der Gesamtwertung an Sportfreund Lohse gesendet. In Punkto Qualität der Serie passiert dann auch prompt ein kleiner Fehler. Es wird in der Kategorie Elite der falsche Dritte ausgezeichnet. Tja, hätte man da doch mal die eigenen abgesegnete Generalausschreibung gelesen. Nun gut, im Nachgang kann man sowas ja noch korrigieren. Der Sportler hat natürlich noch seinen Sachpreis bekommen. Es tut mir leid, wenn ich hier sarkastisch werde: Löblich der belgische Bekleidungsartikelhersteller, wenn er dem Preisträger nicht irgendeine Regenjacke zusendet, sondern eine auf die Qualität im harten Einsatz überprüfte – als die eingetrockneten Tropfen und Schmutzflecken lassen dies zumindest vermuten. Es tut mir auch leid, dass ich mich als einer der Ausrichter dann dafür schäme. Immerhin wurde dann auf Anmerkung des Sportlers die Jacke getauscht.
– 2017 habe ich bereits im Februar mit der Organisation der Serie begonnen. Wie bereits geschrieben wollte ich, aber auch Sportfreund Kreis zeitig mit der Organisation der Serie fertig sein. Sportfreund Lohse konnte sich zu diesem Zeitpunkt über ein weiteres Engagement der Belgier als Sponsor noch nicht äußern. Er stellte ein weiteres Sponsoring eventuell in Frage. Vielleicht hier auch noch eine Anekdote: Es war im Frühjahr 2017 schwer Sportfreund Lohse vom eigenen Telefon zu erreichen – benutzte man dann als kleinen Ausweg ein anderes Telefon mit einer anderen Telefonnummer, dann hat die Verbindung funktioniert – Entschuldigung nochmals dafür. Die Zeit verstrich und es wurde keine Aussage zum weiteren Engagement der Firma gemacht, bzw. wurde die Aussage getroffen, dass sich die belgische Firma noch nicht entschieden hat. Daraufhin habe ich Frau Schlaak als Generalvertreterin angerufen und den Planungsstand der Serie beschrieben und die Bitte geäußert, eine Entscheidung über das Sponsoring zu treffen. Dies ist das vielzitierte Telefonat, in dem ich angeblich Sportfreund Lohse denunziert haben soll. Es war eine sachliche Diskussion über das Engagement der Firma und deren Vorstellungen des Sponsorings in der Serie. Auch wurde hier nochmals von Frau Schlaak bestätigt, dass eine Entscheidung zum Sponsoring noch nicht getroffen wurde. Zum Ende des Telefonats wurde versprochen, im Zeitraum der nächste 14 Tage zu einer Entscheidung zu kommen. Nach 14 Tagen stellte dann Sven Lohse die Bedingung für ein weiteres Sponsoring, alle Rennen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und in Thüringen müssen zur Serie gezählt werden. Nach dem damaligen Stand wären dies insgesamt 14 Rennen gewesen. Diese Rennen hätten in einem Zeitraum von 12 Wochen stattgefunden und in diesen Zeitraum wären dann auch noch die beiden Deutschlandcuprennen in Kleinmachnow sowie die Landesmeisterschaften gefallen. Entsprechend hätten 14 Rennen an 10 Wochenenden stattfinden müssen. Für die Nachwuchssportler kämen in ihren Bundesländern teilweise noch ein Athletiktest und in Thüringen ein Crosslauf dazu – also 16 Veranstaltungen an 10 WE! Argumente des für und wieder mit dieser hohen Anzahl an Rennen wurde zwischen den drei Organisatoren ausgetauscht. Ein Argument von Kreis und Schurig, dass die Zahl von 14 Rennen nicht auf das Interesse der teilnehmenden Radsportler stößt, wurde durch Sven Lohse mit dem Argument, dass am Ende nur 8 Rennen für jeden Sportler ins Endergebnis eingehen, gekontert. Gut – dann muss man alle Fakten auf den Tisch legen und die Überlegungen der Veranstalter in Betracht ziehen: Super für die belgische Firma, da sie damit die Werbung und die Präsenz in Mitteldeutschland ausbauen kann. Schlecht für die Ausrichter (bis auf die eigene Veranstaltung von Sven Lohse in Chemnitz, da dort lt. GA die Besten ja anwesend sein müssen), da mit der Teilnahme und der hohen Anzahl an Streichresultaten die möglichen Teilnehmerzahlen durch die Mitgliedschaft in der Serie nicht mehr garantiert sind. Einnahmen, die zur Ausrichtung der Events notwendig sind, sind dann für die Veranstalter nicht mehr garantiert! Man sollte noch wissen, dass die Pokale der Serie nicht durch die Belgier bezahlt wurden, sondern von den teilnehmen Vereinen aufgebracht wurden (immerhin auch nochmals 50,-€). Also nochmals, was haben die Ausrichter von der Teilnahme an der Serie??? Kreis und Schurig haben mit dieser Argumentation auf der 4+2+2-Regel bestanden, wären aber auch hier wieder mit einem 5. sächsischen Rennen einverstanden gewesen. Vielleicht sollte man an dieser Stelle auch noch folgendes Hintergrundwissen haben, dass ich persönlich für die Ergebniserstellung nach jedem Rennen rund 3 Stunden gesessen habe. Bei 14 Rennen sind dies allein ca. 42 Stunden Ehrenamtsarbeit. Dazu dann natürlich noch die Internetseite, die Generalausschreibung, dass Hinterherrennen hinter einzelnen Ergebnissen – und am Schluss ist nicht mal ein Kaffee drin – traurig traurig. Da Sportfreund Lohse weiter auf der Teilnahme von allen Rennen bestanden hat, haben sich Kreis und Schurig von der bisherigen Serie losgesagt. Und ich kann hier sagen, dass dieser Schritt bei beiden nach guter Überlegung und mit schwerem Herzen erfolgt ist, da man doch in den vorangegangenen Jahren eine gute Serie auf die Beine gestellt hatte. Sowohl Kreis als auch Schurig haben sich mit Äußerungen in der Öffentlichkeit zur Trennung zurückgehalten. Beide habe sich natürlich um die Organisation einer eigenen Serie gekümmert. Das erste Hauptproblem war die Suche nach einem neuen Hauptsponsor und gleichzeitig war es das Ziel, die Serie als Fortsetzung der Mitteldeutschen Querfeldeinserie zu führen. Dazu gehört selbstredend auch mindestens ein sächsischer Ausrichter. Beides ist gelungen! Dazu auch noch zu einem Gerücht, welches nach Aussage von verschiedenen Trainern unabhängig mir gegenüber geäußert wurde: Die Firma Biehler hat sich der Serie aufgedrängt bzw. hat die Trennung vorangetrieben. Dieses Gerücht bzw. diese Aussage ist falsch. Wir hatten es nicht einfach einen Hauptsponsor zu finden und erst in letzter Minute konnte über Winfried Kreis der Kontakt zu Biehler hergestellt sowie ein Sponsoring vereinbart werden. Der sächsische Veranstalter der gefunden wurde, sind die Radsportler von Vogtlandbike .V.. Gut, ich möchte nicht über das Verhältnis des Vereins zum SRB berichten, jedoch über die nun auftretenden Kontroversen zwischen Sportfreund Lohse und mir sowie die dann im Internetartikel und in der sächsischen Radsportzeitschrift getroffenen Aussagen. In den Artikeln wird von nicht sachlicher Diskussion und persönlicher Diffamierung sowie von Drohungen gesprochen bzw. in einer Email des SRB an mich von nichtberechtigter Einmischung in die inneren Angelegenheiten des SRB. Bevor ich hier diesen Sachverhalt kläre und vielleicht sofort wieder jemand vom SRB nette Zeilen schreibt, in einer Demokratie habe ich das Recht meine Meinung zu sagen und dieses Recht nehme ich hier in Anspruch und ich kann bei meiner Meinungsäußerung leider auch keine Einmischung in die inneren Angelegenheiten des SRB erkennen. Ich hole hier vielleicht mal für einige Gedanken ein wenig aus. Was wäre, wenn der Vorstandsvorsitzende von Daimler Verkehrsminister wird? Hmm? Ist dann eine klare Trennung von Interessen der Firma und die des Staates noch möglich? Entschuldigung für die kleine Gedankenspielerei – ich habe es auch nicht vor jemanden zu belehren, wir sind ja alles erwachsenen Menschen. Nun gut, zum Sachverhalt mit den Sportfreunden aus dem Vogtland und dem Streit. Wir haben uns gefreut, dass wir mit dem sehr engagierten und professionell arbeitenden Verein (mehrfacher hervorragender Ausrichter der MTB-Enduro-DM) einen Kooperationspartner und Ausrichter in Sachsen gefunden haben. Die Leute dort sind engagiert und versuchen sich mit neuen Formaten im Crosssport. Ich sage warum nicht – wer den Crosssport wirklich fördern will, der sollte auch bereit sein, etwas Neues auszuprobieren. Schauen wir z.B. in den Radsport – irgendwann sind Disziplinen wie Enduro, Marathon, 4-Cross oder oder oder entstanden. Im Skisport haben sich Disziplinen wie der Sprint etabliert. Die Liste ließe sich fortsetzen. Die Vogtländer hatten nun die Idee, die Disziplin Eliminator aus dem MTB-Sport auf den Crosssport zu übertragen – ich sage: warum nicht. Damit zum Streit und den Drohungen (wenn es Drohungen waren, dann jedoch auf beiden Seiten und ich wars leider nicht zuerst!): Herr Lohse hat als Fachwart natürlich Recht, wenn er sagt, dass das Rennen nicht Regelkonform ist und er es nicht genehmigen kann. Stimmt, hier bin ich absolut bei ihm – so ein Rennen gibt es in der WB-Cross nicht und kann nicht genehmigt werden! Naja, wenn man was ausprobieren möchte könnte man schon und es als eine Art Experiment laufen lassen. Bei Erfolg könnte z.B. später der Fachwart bzw. der Landesverband einen Antrag zur Aufnahme des Renntyps in die WB (hat im MTB ja auch funktioniert) und zur Ausarbeitung eines Regelwerkes zur Hauptversammlung des BDR bringen. Ich vermisse die vielbeschworene Förderung und Entwicklung des Sports. Nun aber endlich zu den Drohungen: Das Rennen wurde aus den genannten Gründen nicht genehmigt und den evtl. teilnehmenden Lizenzsportlern mit einer Sperre auf Grund eines nicht genehmigten Rennens gedroht. Begründung wie gesagt mit dem Verweis auf SpO und WB. Wo habe nun ich gedroht? Ich habe mich schlau gemacht und nochmals die beschriebenen Regelwerke gewälzt. Entsprechend meiner Leseart kann ein Rennen, was es nicht in diesen Regelwerken gibt, keine Rennen im Sinne des Radsports sein und damit natürlich auch kein Rennen im Sinne eines nichtgenehmigten Rennens. Ich war mir nicht ganz sicher ob meine Überzeugung die Richtige ist. Also habe ich mich mit erfahrenen BDR- und UCI -Kommissären über die Auslegung der Regelwerke unterhalten. Darunter auch Kommissäre aus dem Gremium des Sport- und Schiedsgerichtes des BDR. Alle teilten meine Meinung, dass ein Rennen außerhalb der WB keine ungenehmigte Veranstaltung sein kann, da sie wie gesagt ja nicht genehmigt werden kann, da es diese Veranstaltung ja nicht gibt. Ich denke, dass ich hier meine Arbeit gut gemacht habe. Diese Erkenntnis habe ich Sportfreund Lohse mitgeteilt. Meine Drohung war nun, dass ich mich bei einer evtl. Sperre von Sportlern für diese beim Sport- und Schiedsgericht einsetze. Naja, ich will ja ehrlich sein – ich habe hier noch ein paar Wort über die Genehmigung von Veranstaltungen seiner Serie gesprochen, wo es teilweise auch Regelabweichungen gibt und wenn man denn so auf das Reglement pocht, doch auch 100% dafür eintreten sollte. Drohung hin oder her – es wurde hier von beiden Seiten gepoltert. Und dennoch frage ich mich heute, sind die Beweggründe aus sportlicher Sicht gemacht wurden oder aus Sicht des Schutzes der eigenen Serie. Wir haben natürlich auch andere sächsische Ausrichter zur Teilnahme an unsere Serie gefragt. Von diesen Vereinen wurde vom SRB Loyalität verlangt. (Die entsprechenden Emails kann man auch gern einsehen.) Frage ich mich nun dennoch – Loyalität gegenüber dem Hauptsponsor in Form des Fachwartes bzw. Loyalität gegenüber dem LV vertreten durch ebenfalls den Fachwart. Werden hier wirtschaftliche Interessen mit denen des Sports vermischt? Entschuldigung – ich frage ja nur mal?
– 2017 laufen beide Serien an und ich denke auch auf gutem Niveau nebeneinander her. Aber, es gibt dabei doch einige Sachen, die so nicht ganz fair im sportlichen Sinne sind. Kleine Spitzen auf der Internetseite wie „… wir machen Qualität …. und wir wollen nicht weiter auf Kuhweiden mit …“ oder so ähnlich. Wir wissen natürlich alle, wohin die Spitze gegangen ist. Andere Sachen sind aber noch viel trauriger. Die Generalausschreibung – diese ist zu 90% meine geistige Arbeit und diese wurde für die neue Serie einfach übernommen. Noch trauriger ist die Tatsache, und ich ärgere mich heute noch, dass ich die Datei der Gesamtwertung Ende 2016 nach Chemnitz geschickt habe, dass auch dieses geistige Eigentum einfach weiter genutzt wurde. Man könnte hier von geistigem Diebstahl sprechen. Der Beweis für diese Aussage ist, dass ich in den vorhergehenden Jahren auf der letzten Seite des Dokuments auf Wunsch des Sportfreundes Lohse eine Gesamtwertung der Vereine geführt habe. Bei den ersten Veröffentlichungen der Gesamtwertung waren diese Seiten noch zu sehen. Dort standen natürlich nun kuriose Zahlen hinter den Vereinen – tut mir leid, wenn ich sage, dass man damit auch umgehen können muss. Zumindest aus Sicht der Qualität hätte man die Seiten mit ein wenig Arbeitsaufwand einfach löschen können – kann eigentlich jeder.
-2018 erscheint der Lobesartikel zur Konkurrenzserie im „Radsport in Sachsen“. Einige Bemerkungen habe ich dazu schon gemacht. Dazu noch zur viel angesprochenen und hochgelobten Qualität: Gehören neben einer schönen Rennstrecke nicht auch die Kriterien Ausschreibung, regelkonforme Starterlisten, Lizenzkontrolle bei der Ausgabe der Startnummern, Einhaltung der GA und eine regelkonforme Ergebniserstellung dazu? Ich kann mich gut daran erinnern, wie oft ich Ergebnissen hinterherlaufen bin und diese korrigieren musste. Die Behauptung, dass Kreis und Schurig auf Bestandsschutz der bisherigen Rennen beharrt haben ist falsch. Ihr Ansinnen ist hier schon ausführlich beschrieben wurden. Dennoch nochmals – es ist nie das Ziel gewesen, das sich gestandene Veranstalter neu bewerben müssen. Wir wollten eine Rotation zwischen den sächsischen Veranstaltern und Sportfreund Lohse war für die Berufung der Ausrichter verantwortlich. Der weiter angesprochene Wettbewerb zwischen den Ausrichtern lag in der Hand von Sportfreund Lohse und nicht in unserer. Aus meiner Sicht wurde auch die Diskrepanz sachlich diskutiert. Das man nicht einer Meinung sein muss und sich dann trennt ist möglich. Zu diesem Zeitpunkt gab es auch nicht die beschriebenen Diffamierungen. Die Streitigkeiten zur Veranstaltung des Vogtlandbike gab es erst danach. Verbale Ausfälle??? Tut mir leid – kann hier nicht mitgehen.
Ich glaube am Ende des Artikels gab es da noch etwas Häme. 150 bis 200 Starter bei jeder Veranstaltung und davon können andere LV`s nur träumen? Naja, also Granschütz 231 Teilnehmer, Dornburg 189, Erfurt 212 und in der Gesamtwertung stehen in beiden Serien etwa gleiche Teilnehmerzahlen.
– 2018 gab es nun einen neuen Anlauf. Die Sportfreunde Kreis und Schurig zeigten ihren Willen zu einer gemeinsamen Serie mit den Sachsen in diesem Jahr. Über den Sportfreund Kreis wurde dazu eine Anfrage beim Sportfreund Lohse gestellt. Sportfreund Lohse beharrt weiterhin auf der Teilnahme aller sächsischen Veranstalter. Wir hätten dann beim aufgezeigten Interesse in allen Bundesländern 3 Veranstalter in Thüringen, 4 in Sachsen-Anhalt sowie 8 in Sachsen, Reichbach dann insgesamt 9 Veranstalter gehabt. In der Summe wären dies 16 Veranstalter. Es freut mich, wenn das Interesser so groß ist, aber für eine Serie ist die Zahl aus unserer Sicht zu groß. Persönlich freue ich mich über das rege Interesse und es ist auch aus meiner Sicht ein Zeichen dafür, dass wir in den vorangegangenen Jahren eine gute Arbeit geleistet haben. Da beide Seiten nun aber weiter auf Ihren Zahlen beharrten, ist es wiederum nicht zur Einigung gekommen und so wird es in diesem Jahr auch wieder 2 konkurrierende Serien geben. Wir wären auch in diesem Jahr den Sachsen mit einem 5. Rennen entgegengekommen, aber … Und noch dazu, eine Nichtteilnahme an der Serie würde nicht bedeuten, dass die Veranstalter, die in diesem Jahr nicht hätten dabei sein können, nicht doch auch eigenes Rennen ausrichten könnten. Hier wäre das Argument Sportfreund Lohses nach Wettbewerb auch erfüllt.
– 2018 gibt es nun im Vorfeld der Serien wiederum das gewohnte Bild. Reichenbach wird nicht genehmigt, weil … ich habe es ausführlich beschrieben. Es wird Lizenzsportlern über die amtliche Bekanntmachung beim BDR und auf der Seite des SRB gedroht, Sachsen-Anhalt und Thüringen sieht die Veranstaltung nicht als „nichtgenehmigt“, ….  Alles beim Alten???
Dennoch muss ich hier noch die Spitze machen und es sei mir auch dieses Mal verziehen: Am Wochenende 23.09. fand eine aus meiner Sicht nicht durch den SRB oder den BDR genehmigte MTB-Veranstaltung in Belantis statt (auch nicht die erste in diesem Jahr bei diesem Veranstalter), an der viele Lizenzfahrer teilgenommen haben! Lieber SRB, seit bitte aus Eurer Sicht konsequent!

In diesem Sinn und der Richtigstellung aus meiner (unserer) Sicht

Sport frei und beiden Serien viel Erfolg und eine faire und sportliche Konkurrenz, die ja auch bekanntlich das Geschäft belebt.

Michael Schurig

7 Gedanken zu “Mal die andere Wahrheit! – 29.09.2018

  1. Micha ich finde es echt schade, daß es so gekommen ist. Ich hoffe wir kommen auch ohne ein Sponsoring aus und finden wieder zusammen – das würde mich freuen!

  2. Meines Erachtens spricht nichts gegen eine gemeinsame große Serie mit entsprechenden Streichläufen. Dann entscheidet mittelfristig die Qualität der Veranstaltungen über die Anzahl der Teilnehmer. Und die eine oder andere Veranstaltung egal wo könnte durchaus einen Qualitätssprung vertragen.
    Da ich nicht auf irgendeine Gesamtwertung schiele und CX nur in der Übergangszeit nutze, bin ich gerne bereit, auch weite Anfahren in Kauf zu nehmen, wenn das Rennen passt.
    So wie die Situation im Moment ist, haben irgendwann alle den Schaden.

    1. Mark, die Idee mit der Konkurrenz haben wir schon ausdiskutiert – zwangsläufig haben wir ja jetzt Konkurrenzkampf. Qualität ist nicht nur das, was der Sportler als Rennstrecke vorfindet. Die Ergebnislieferung ist teilweise grauenhaft – die Landesverantwortlichen könnten entsprechend der Qualität die Rennen auswählen? Wir haben auch mit vielen Sportlern über die Anzahl der WK gesprochen – keiner will mehr als 8 fahren und am besten Rennen in der Region. Von der Qualität nehmen sich die Rennen auch nicht sonderlich viel. Jede Rennstrecke hat für sich seine Besonderheiten und der Eine liebt diese und der Andere jene. Am Schluss sind die Starterzahlen bei den einzelnen Rennen gering, was dem Budget schadet und Preisgeld wollen dennoch alle haben. Und die entscheidende Frage: Wer führt die Gesamtwertung für niente bei 14 Rennen???
      Die beste Idee – wir lassen alle ihre Rennen organisieren, machen keine Serie mehr und dann setzt sich schon die Qualität in den kommenden Jahren durch und es wird sicher noch der Eine oder Andere übrig bleiben, Streit gibt`s dann auch nicht und die Arbeit mit einer Serie hätte sich dann auch wegrationalisiert.

      1. Michael, da hast du nicht ganz unrecht. Dann muss man auch diesen Teil (Ergebnisdienst) der Wettkampfqualität von den Veranstaltern in der GA durch entsprechende Vorgaben einfordern. Letztendlich profitieren auch die Ausrichter von einer Serie, wie meine Erfahrung gezeigt hat.
        P. S.: Ich bin ja seit diesem Jahr auch hin und wieder als Kommissär unterwegs. Wenn ich mir das Thema Ergebnisdienst anschaue, bin ich der Meinung, dass der Radsport da mindestens ein Jahrzehnt hinterher ist.

  3. Katastrophe
    Das sind genau die Sachen die einer Sportart schaden!
    Keiner hat etwas davon !!!
    Sieger 🤔 Fehlanzeige
    Verlierer 🤔unsere Jugend 🤮
    Resultat ….

  4. Hallo Mark, ich geben dir zum Thema Ergebnisdienst uneingeschränkt Recht. Wir haben diesen Missstand seit einigen Jahren im Fokus und versuchen mit unserem Service zpn-timing dies zu verbessern. Er geht heute nicht mehr, einfach nur eine Ergebnisreihenfolge im Einlauf (natürlich ohne Zeiten) als Ergebnis abzuliefern. Für Sportler sowie Trainer sind Einlaufzeiten, Rundenzeiten und Gesamtwertungen essentiell wichtig. Leider kostet dieser Service Geld, was bei vielen Vereinen nicht voll umfänglich zur Verfügung steht. Manchmal ist es aber auch ein Problem der Priorisierung bei der Rennorganisation – nach dem Motto – DAS ERGEBNIS HABEN WIR SCHON IMMER SO GEMACHT.

    Folgende Fragen drängen sich auf:

    Warum schreibt man den Einsatz einer Ergebnisdienst-Unterstützung nicht als Pflicht in die General-Ausschreibung?
    Warum arbeitet man auf LV-Ebene nicht mit Ergebnisdiensten zusammen, um Empfehlungen bzw. Unterstützung zu geben?
    (Anmerkung: In SAH gibt es erste Ansätze einer Zusammenarbeit – Dank Winfried Kreis!)

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