21. Cross in Radibor – 2026.11.01

21. Cross in Radibor – wieder kein Schönwetterrennen 2026 

Nach dem vom Sturm recht gezausten Jubiläumsrennen im Vorjahr hatten sich die Sportler und Veranstalter wieder mal weniger spektakuläres Wetter am Rennsonntag gewünscht. Das allerdings wurde ab Donnerstag nicht mehr vorhergesagt. Stattessen vormittags Regen und stürmische Winde bis 75 km/h. Wieder kam Unsicherheit, ob das zweite Rennen der mitteldeutschen Serie „Gunsha Cross Challenge 2026/27“ komplett auszutragen geht. Es gab aber auch die Aussage, dass das Sturmtief „Manja“ Sachsen weniger trifft. Das beruhigte auch die meisten der angemeldeten 185 Sportler. Sie traten die Reise in das beschauliche Örtchen an. Dabei sind neben dem Einzugsgebiet des Gunsha-Cups in Sachsen, -anhalt und Thüringen unter anderem auch Landshut, Hof, Prag, Cottbus und Köpenick zu lesen. Die Erfahrung, ein gut vorbereitetes Rennen auf einer besonderen Strecke zu fahren und von der Inselteichgemeinschaft kulinarisch bestens versorgt zu werden, half sicher manchem, aufkommende Wetterbefürchtungen beiseite zu schieben. Die Zahl der tatsächlich startenden Sportler schwankt immer etwa 10 % um die der Voranmeldungen, bei Sonne nach oben, zum Renntag heuer fehlten 16 %. Schulferien sind auch für einige ein Hinderungsgrund und von Grippe war auch die Rede, die wohl das schon nicht üppig gemeldete Damenfeld gleich um 2/3 dezimiert hat.
Eine positive Überraschung war, dass nach langer Abwesenheit zumindest in den Schülerklassen wieder die Nachbarländer der Oder-Neiße-Region vertreten waren. Diese Gäste zeigten dort auch beeindruckend, welchen Leistungsstand man z. B. in der U15 schon haben kann. Wegen des Wetters bei Aufbau am Vortag und der Prognose hatten wir auf die Installation windanfälliger Werbebanner verzichtet und die in Sicherheit gebracht. Wie richtig das war, zeigte sich früh. Viele Äste lagen nach der Nacht umher und die doch befestigte Werbung war zu richten. Aber alles überschaubar, weniger Wind als befürchtet und nur etwas Regen ließen den Renntag gut zu. Letztendlich gingen 163 Radsportlerinnen und Radsportler aus Mitteldeutschland, Brandenburg, Bayern sowie den benachbarten EU-Ländern in Radibor an den Start. Die abwechslungsreiche Strecke rund um Mühlhäuser, Sportplatz und den Mischwald am Schloss bot wieder beste Voraussetzungen für spannende Wettkämpfe. In zehn Rennklassen wurden um vordere Platzierungen und schnelle Rundenzeiten gekämpft. Die Startfolge und Zeitplanung richteten sich dabei nach den Vorgaben der Gunsha Cross Challenge. Als Auftakt des Renntages standen traditionell die vom RSV Bautzen e. V. organisierten Kindercrossläufe über 550 Meter beziehungsweise 1.100 Meter auf dem Programm. Trotz der schwierigen Wetterbedingungen gingen 26 Kinder an den Start, darunter viele Schülerinnen und Schüler der Grundschule Radibor.

Mit großem Einsatz absolvierten sie ihre Strecken und sorgten bei Eltern und Zuschauern für viel Beifall. Sechs U12er Mädchen und Jungen starteten zum 1100-m-Crosslauf. Schnellste Läuferin in 5:57 Minuten war Karolin Hain von der Sorbischen Oberschule Radibor, gefolgt von Jasmin Michalz (6:11,1 Min.) und Elisa Rentsch (6:11,5 Min.). Schnellster Junge war Martin Richter mit 5:04 Minuten. Bei den Jüngsten der Altersklasse U10 fiel der Startschuss kurz nach dem Lauf der älteren Kinder. Auf der 550 Meter langen Crossstrecke setzte sich Marian Wirth (SG Crostwitz) in starken 2:22 Minuten souverän durch. Dahinter sicherte sich Aaron Schiebschick von der Grundschule Radibor mit 2:55 Minuten Rang zwei vor Fynn Köhler, der nur zwei Sekunden später als Dritter ins Ziel kam. Bei den Mädchen war Annika Herz vom RSV Bautzen in 2:42 Minuten nicht zu schlagen. Die Plätze zwei und drei gingen an Zilvy Wappler (2:45 Min.) und Ludowika Henglec (2:48 Min.) von der Sorbischen Grundschule Radibor. Ab 9:40 Uhr standen die ersten Wettbewerbe der Gunsha Cross Challenge auf dem Programm. Mit dem Start der Crossduathlon-Rennen der Altersklassen U11 und U13 begann der offizielle Rennbetrieb. In dieser Disziplin müssen die Nachwuchssportler zunächst ein bzw. zwei Laufrunden absolvieren, bevor sie im Wechselgarten auf das Fahrrad wechseln und die gleiche Rundenzahl auf dem Rad bis ins Ziel zurücklegen. In der Schülerklasse U13 gingen 16 Nachwuchsfahrer und fünf Fahrerinnen an den Start. Victor Martin vom Team Dresdner SC setzte sich mit einer starken Zeit von 10:04 Minuten an die Spitze und sicherte sich den Sieg. Nur eine Sekunde später holte Ole Klingsporn vom Team Loony Tuns (10:05 Min.) Rang zwei. Mit 10:40 Minuten überquerte Knut Lasso vom Brilon Racing Team die Ziellinie und erreichte damit den dritten Platz. Der RSV Bautzen e. V. war mit zwei motivierten Fahrern vertreten: Benjamin Herz erreichte Platz 6 in 11:00 Minuten, Jakub Mirtschin folgte auf Platz 11 mit 12:43 Minuten. Bei den U13-Mädchen belegte Victoria Müller vom RSV Speiche e. V. Leipzig den ersten Platz mit 11:15 Minuten, gefolgt von Jule Steier vom Dresdner SC mit 11:16 Minuten auf Rang zwei und Raila Klingsporn vom Team LoonyTuns auf Platz drei mit 11:54 Minuten.
In diesem Rennen musste leider die letzte Runde wegen einer falsch gestellten Weiche annulliert werden. Leider, das war unser Fehler. Bei den Schülern U11 erreichten die ersten beiden Spitzenplätze zwei tschechische Jungsportler. Dominik Forman vom ADASTRA Cycling Team erkämpfte sich mit 6:22 Minuten den Sieg, gefolgt von Dominik Hurak vom Team TJ Auto Skoda Mlada Boleslav mit 6:30 Minuten. Ludwig Marten vom RSV Speiche Leipzig erreichte mit 6:35 Minuten den dritten Platz. Die Plätze 7 bis 10 belegten die Jungen des RSV Bautzen: Anton und Niklas Schneider, Emil Schöne und Karl Stephan. Sehr gut, dass sich diese Jungen und Jakub nach den ersten sieben MTB-Übungsstunden mit dem RSV schon zu diesem Wettbewerb überzeugen ließen und alle ins Ziel kamen. Im Rennen der Altersklasse U11 weiblich gingen drei Fahrerinnen auf die Strecke. Den Sieg sicherte sich Silja Scoor vom White Rock e. V., die den Crossduathlon in 7:02 Minuten souverän für sich entschied. Auf Rang zwei folgte Valentina Müller vom RSV Speiche Leipzig mit einer Zeit von 8:22 Minuten. Lory Modsching vom SSV Hoyerswerda komplettierte in 9:36 Minuten als Dritte das Podium. Um 10:30 Uhr ging es ab dem Startort Bahnbrücke ohne Laufanteile weiter. Erst für die U17-Jugend, kurz danach für die U15-Sportler auf die 2,5 Kilometer lange anspruchsvollere Crossstrecke. Bei diesen Rennen müssen sich die Fahrer auf den ersten 300 Metern bis zur Zielkurve möglichst weit vorne einsortieren, um nicht an der ersten Engstelle warten zu müssen. Bei der U17 setzte sich nach drei Runden Antonin Sedivy mit 27:27 Minuten siegreich durch, ganz knapp gefolgt von Luis Hiekmann (White Rock e. V., 27:30 Min.) und dem Tschechen Nicolas Markusek (Rexonix Kovo Praha, 28:24 Min.).
Von den drei teilnehmenden Mädchen dieser Altersklasse setzte sich Marie Günther vom RC Pfeil Hof mit 33:20 Minuten an die Spitze. Platz zwei erreichte Luisa Carla Leder vom SC DHfK Leipzig (34:38 Min.), Dritte wurde Lilly Schnabel vom RSC Sachsenblitz Burgstädt. Bei den fünfzehn U15-Fahrern hatten wieder die tschechischen Sportler die Nase vorn. Stepan Hurak (TJ Auto Skoda Mlada Boleslav) erreichte das Ziel als Erster mit 21:15 Minuten. Filip Pospisil (Brilon Racing Team) folgte auf Platz zwei mit 21:20 Minuten. Über Platz drei freute sich Vitek Pragl (Merida Bikeranch Team Junior) mit 21:55 Minuten. Das einzige Mädchen in dieser Altersklasse, Rosalie Heinrich vom RSV Chemnitz, crosste mit 25:26 Minuten vor dem sechsten Jungen ins Ziel. Anschließend starteten die U19-Fahrer. Auf dem Treppchen landeten Sieger Valentin Koch vom 1. Radclub Jena mit 41:30 Minuten, gefolgt von Tom Ansorge vom Dresdner SC 1898 e. V. (43:42 Min.) und Janne Beuer vom Genthiner Radsportclub (44:48 Min.). Auch in diesem Jahr blieb das Starterfeld bei den Frauen überschaubar. In den Kategorien U19, Elite und Masters gingen insgesamt nur sechs Fahrerinnen an den Start. Trotz der geringen Teilnehmerzahl zeigten die Sportlerinnen engagierte Leistungen. Einzige Starterin der Elite Frauen war Nora Schulz (Fit4STEIN-bikes) mit 47:07 Minuten. Den Sieg bei den Frauen Masters sicherte sich Christiane Glöckner (Fit4STEIN-bikes) mit 47:21 Minuten. Platz zwei erreichte Alexandra Latocha (Gunsha KMC CX-/Gravel Team) mit 48:03 Minuten. Katharina Hauschild vom RSV Bautzen erzielte den dritten Platz mit 48:38 Minuten. Bei den Frauen der Altersklasse U19 gab es in diesem Jahr nur eine Teilnehmerin: Vanessa Otto vom Dresdner SC 1898 e. V. erreichte in 50:54 Minuten das Ziel. Weiter ging es dann mit den Männern Masters 2. Hier setzte sich Fabian Eisold von der SG Kurort Hartha mit einer Zeit von 40:17 Minuten durch. Auf Platz zwei und drei folgten Eric Förster vom Post SV Görlitz (41:09 Min.) und Marcel Horlebeck von den Picardellics (41:12 Min.). Bei der gemischten Klasse Masters 3 und 4 gelang Silvio Hauschild vom RSV Bautzen mit 41:33 Minuten der Sprung auf Platz eins. Mit 42:28 Minuten kam Sebastian Eisold von der SG Kurort Hartha auf Platz zwei, gefolgt von Gilbert Gabriel (RK Endspurt 09 Cottbus) mit 43:00 Minuten. Das Elite-Rennen der Männer endete nach absolvierten Runden wie folgt: Robin Rautzenberg (RSV Chemnitz) siegte mit 58:20 Minuten. Lennart Lein (RSV Chemnitz) erzielte den zweiten Platz mit 59:03 Minuten. Platz drei ging an Armin Horn (White Rock e. V.) mit 1:02:40 Stunden.
Das Hobbyrennen startete mit 23 Sportlern, darunter eine Frau, bei inzwischen ruhigem Herbstwetter. Der Leipziger Tim Kolarzik (Team Gute Laune Sport) crosste als Schnellster über die fünf Runden in 36:11 Minuten. Nils Burkhardt (SC Norweger 1896 Annaberg e. V.) wurde in 36:35 Minuten Zweiter. Der dritte Platz ging an Thomas Günsel (Team Baier Landshut) mit 38:20 Minuten. Die einzige Hobbyfahrerin Julia Lorenz (r2-bike.com) erreichte in 41:39 Minuten Platz 15 mit Eleganz und einem Lächeln im Gesicht. Auch wenn es im Rennverlauf vereinzelt zu Stürzen kam, blieben schwere Verletzungen glücklicherweise aus. Großen Anteil daran hatten die vielen Helferinnen und Helfer an der Strecke, die jederzeit für die Sicherheit der Sportlerinnen und Sportler sorgten. Regen beim Abbau ist nicht angenehm gewesen, konnte aber die Stimmung kaum noch trüben. Die sicher verwahrten roten Werbebanner der Kreissparkasse Bautzen waren heil und trocken geblieben. Dank der Unterstützung aller Beteiligten wurde das Radcross-Wochenende erneut zu einem gelungenen Höhepunkt des regionalen Radsports. Außerdem danken wir den vielen, die das Rennen auf unterschiedlichste Art und Weise mit Taten oder materiell unterstützten. Hier seien neben der Gemeinde Radibor insbesondere die Kreissparkasse Bautzen, die Sachsen Energie AG, die Elektro Poick GmbH, die Spedition Gäbler GmbH Bautzen, die CLAAS TechnikCenter Grimma GmbH, die Paul Lange GmbH & Co. KG als Stifter der Sachpreise, der Freundeskreis der Räderei Bautzen und viele handwerkliche Betriebe aus Radibor und der Umgebung genannt, auf deren Unterstützung Verlass ist und die sich im Programmheft wiederfinden.

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